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Oktober 13, 2026

Staking: Woher stammen die Belohnungen?

Staking ermöglicht es, Belohnungen für die Beteiligung an der Absicherung bestimmter Blockchain-Netzwerke zu erhalten. Hinter dem in der App angegebenen Satz stehen die konkrete Tätigkeit der Validatoren, die Regeln für die Ausgabe der Kryptowährung und manchmal auch Einnahmen aus Transaktionsgebühren. Um das Angebot zu verstehen, müssen wir wissen, welche Rolle unsere Mittel im Netzwerk spielen und unter welchen Bedingungen wir sie wieder zurückerhalten können.


Das Prinzip lässt sich gut am Beispiel von Ethereum erklären, dessen native Kryptowährung Ether oder ETH ist. Andere Netzwerke können Delegierung, Auszahlungen und mögliche Sanktionen jedoch anders regeln. Staking beurteilen wir daher anhand der konkreten Blockchain und des genutzten Dienstes. Das bloße Halten einer Kryptowährung in einer Wallet begründet noch nicht automatisch einen Anspruch auf Belohnungen.


Warum das Netzwerk die Einlage der Validatoren braucht


Eine Blockchain braucht Regeln, nach denen sich ihre Teilnehmer auf eine gültige Transaktionshistorie einigen. Im Mechanismus Proof of Stake, kurz PoS, wirken Validatoren an dieser Einigung mit. Ihre Software prüft Blöcke und stimmt über den Zustand der Kette ab; nach den Regeln des Protokolls können sie zudem ausgewählt werden, einen neuen Block vorzuschlagen. Bei Ethereum ist diese Beteiligung mit der Einzahlung von ETH in das Protokoll verbunden.


Die Einlage hat einen wirtschaftlichen Zweck. Ein Validator kann für die ordnungsgemäße Erfüllung seiner Pflichten Belohnungen erhalten, bestimmte Regelverstöße können jedoch auch seine eingezahlten Mittel gefährden. Bei Ethereum kann ein Validator beispielsweise einen Teil seiner Einlage verlieren, wenn er mehr als einen Block für denselben Slot vorschlägt. Ein Angriff auf das Netzwerk kann so den Verlust von Kapital des Angreifers selbst bedeuten.


Die Belohnung hängt also mit dem Betrieb und der Absicherung des Netzwerks zusammen. Nutzen wir einen Dienst, der für uns einen Validator betreibt, erledigt dessen Betreiber die technische Arbeit. Unsere Beteiligung kann sich auf wenige Schritte in der App beschränken, die Pflichten des Validators verschwinden dadurch aber nicht. Entscheidend ist, wie der Dienst dessen Erträge und mögliche Verluste an die Kunden weitergibt.


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Woraus sich die Belohnungen zusammensetzen


Eine Quelle ist die Neuemission. Das Protokoll erzeugt nach seinen Regeln weitere Einheiten der Kryptowährung und teilt sie den Teilnehmern zu, die festgelegte Aufgaben erfüllen. So belohnt Ethereum Validatoren für die Teilnahme am Konsens. Die Ausgabe neuer ETH ist von der Veränderung des Gesamtangebots zu unterscheiden, das gleichzeitig durch das Verbrennen eines Teils der Gebühren beeinflusst wird.


Eine weitere Quelle können die Transaktionsgebühren der Nutzer sein. Bei Ethereum erhält der Validator jedoch nicht die gesamte gezahlte Gebühr. Die als Base Fee bezeichnete Grundkomponente wird verbrannt, also aus dem Umlauf entfernt. Die Prioritätsgebühr, die Priority Fee, fällt dagegen dem Vorschlagenden des Blocks zu. Höhere Gesamtgebühren im Netzwerk dürfen daher nicht automatisch mit einem ebenso hohen Anstieg der Belohnungen für Staker gleichgesetzt werden.


Ergänzt werden können die Einnahmen auch durch Erträge aus der Anordnung von Transaktionen im Block, abgekürzt MEV. So kann etwa eine Arbitragemöglichkeit zwischen zwei Börsen sogenannte Searcher motivieren, die Aufnahme von Transaktionen in einer bestimmten Reihenfolge anzustreben oder dafür eine Zahlung anzubieten. Ein Teil dieser Einnahmen kann auch dem Vorschlagenden des Blocks zufallen; ihre Aufteilung hängt von der genutzten Infrastruktur und dem Dienst ab. Es handelt sich nicht um eine feste Belohnung, die jeder Halter gleichmäßig erhält.


Bei einem konkreten Angebot achten wir daher darauf, welche Einnahmen der angegebene Satz umfasst. Besteht ein Teil des Ertrags aus einer vorübergehenden, vom Anbieter finanzierten Belohnung, müssen wir diese von den Belohnungen der Blockchain trennen. Nach dem Ende der Aktion kann dieser Teil wegfallen, ohne dass sich die Regeln des Netzwerks selbst ändern.


Warum sich der Satz ändert und wie man APR und APY liest


Die Belohnungen werden von der Menge der im Staking eingesetzten Assets, der Leistung des Validators und den Regeln des Protokolls beeinflusst. Bei Ethereum sinkt mit wachsender aktiver Gesamteinlage die Grundbelohnung, die auf dieselbe Menge gestakter ETH entfällt. Hinzu kommt die Schwankung der Einnahmen aus dem Vorschlagen von Blöcken und aus deren Inhalt. Das Ergebnis über einen kurzen Zeitraum muss daher nicht dem langfristigen Durchschnitt entsprechen.


Die Abkürzung APR bezeichnet in der Regel einen Jahressatz ohne Berücksichtigung der laufenden Wiederanlage der Belohnungen. APY berücksichtigt die Annahme, dass die Belohnungen erneut eingesetzt werden und selbst weitere Belohnungen erzeugen. Keine der beiden Abkürzungen verspricht ein garantiertes Ergebnis. Wichtig ist, ob es sich um einen historischen Wert, eine aktuelle Schätzung oder ein zeitlich begrenztes Angebot handelt und ob Gebühren vom Satz abgezogen sind.


Stellen wir uns einen Modelldienst mit einem Bruttojahressatz von 4 % und einer Provision von 10 % der Belohnungen vor. Bei einer Einlage von 10 ETH würde über ein ganzes Jahr bei unverändertem Satz eine Bruttobelohnung von 0,4 ETH entstehen. Der Anbieter würde 0,04 ETH einbehalten und uns blieben 0,36 ETH, also 3,6 % der ursprünglichen Einlage. Das Beispiel berücksichtigt keine weiteren Kosten, keine Ausfälle und keine Änderung des Satzes.


Eine Provision auf die Belohnung wirkt sich anders aus als eine gleich bezeichnete Gebühr auf den gesamten eingezahlten Betrag. Beim Vergleich von Diensten müssen wir daher die Berechnungsgrundlage kennen. Zeigt die App bereits den Nettosatz nach Provision an, sollten wir diese nicht ein zweites Mal abziehen. Bei APY prüfen wir zudem, ob der Dienst die Belohnungen tatsächlich wieder einsetzt und welche Kosten damit verbunden sind.


Mehr Coins bedeuten nicht unbedingt einen höheren Wert


Die Staking-Belohnung muss vom Preis der Kryptowährung getrennt betrachtet werden. Der Erhalt weiterer Einheiten eines Assets kann sowohl mit einem Anstieg als auch mit einem Rückgang seines Marktwerts einhergehen. Für das Ergebnis in CZK ist der Wert der gesamten Position zu dem Zeitpunkt entscheidend, an dem wir sie bewerten oder verkaufen.


In einem einfachen Modell halten wir 100 Coins zu je 1.000 CZK, insgesamt also 100.000 CZK. Nach einem Jahr und der Gutschrift der Belohnungen haben wir 104 Coins. Fällt der Preis eines Coins jedoch auf 700 CZK, beträgt der Wert der Position 72.800 CZK. Die Anzahl der Coins ist um 4 % gestiegen, der Wert der gesamten Position in CZK ist dennoch um 27,2 % gesunken. Der Übersichtlichkeit halber berücksichtigen wir keine weiteren Kosten und keine Steuern.


Eine eigene Frage ist das Wachstum des Angebots der Kryptowährung. Entstehen die Belohnungen durch Neuemission, kommen neben unseren Coins auch weitere Einheiten im gesamten System hinzu. In einem Modellnetzwerk kann die Anzahl unserer Coins um 8 % steigen, während sich das Gesamtangebot um 10 % erhöht. Unser Anteil am Angebot verringert sich dadurch leicht. Ein hoher Belohnungssatz sagt also allein nichts darüber aus, wie sich unsere relative Position oder der Marktpreis des Assets verändert.


Wie man sich am Staking beteiligen kann


Der direkteste Weg ist der Betrieb eines eigenen Validators. Bei Ethereum erfordert seine Aktivierung mindestens 32 ETH. Der Betreiber sorgt für Hardware, Internetverbindung, Updates und die Verwaltung der Schlüssel. Er erhält die Belohnungen direkt nach den Regeln des Protokolls und ist für den Betrieb verantwortlich. Die Bruttoeinnahmen berücksichtigen dabei noch nicht seine eigenen Kosten für Technik und Betrieb.


Andere Netzwerke unterstützen die direkte Delegierung. Der Halter weist seine Einlage einem ausgewählten Betreiber zu, der Blöcke erstellt; die dafür nötige Infrastruktur muss der Halter nicht selbst betreiben. Bei der standardmäßigen Delegierung von ADA in Cardano beispielsweise bleiben die Coins unter der Kontrolle des Halters und werden durch die Delegierung nicht gesperrt. Cardano wendet auf die delegierte Einlage kein Slashing an. Diese Regeln lassen sich nicht automatisch auf andere Blockchains oder auf das Angebot eines Vermittlers übertragen.


Bei Ethereum lässt sich auch der Betrieb eines Validators als Dienstleistung nutzen. In manchen Modellen behalten wir die Kontrolle über die Adresse für Auszahlungen und vertrauen dem Betreiber nur die für die Validierung nötigen Signaturschlüssel an. Ein Fehler des Betreibers kann uns dennoch schaden. Bei einem vollständig verwahrenden Dienst kontrolliert der Anbieter dagegen auch die Mittel und die Schlüssel. Zu den Risiken des Netzwerks kommen dann die Risiken seiner Sicherheit, seiner Fähigkeit, Verpflichtungen zu erfüllen, und seiner Auszahlungsbedingungen hinzu.


Für kleinere Beträge gibt es Staking-Pools, die die Mittel mehrerer Teilnehmer bündeln. Bei Ethereum handelt es sich um Lösungen oberhalb des Basisprotokolls, mit eigenen Betreibern, Regeln und manchmal auch Smart Contracts. Den Namen der Blockchain zu kennen, reicht daher nicht. Wir müssen wissen, wem oder welchem Smart Contract wir die Mittel anvertrauen und wie die Belohnungen unter den Teilnehmern aufgeteilt werden.


Die Art der Beteiligung beeinflusst auch die Verteilung der Kontrolle über das Netzwerk. Tausende Kunden einer Plattform müssen nicht Tausende unabhängige Betreiber bedeuten. Verwalten wenige Akteure mit derselben Infrastruktur oder Software einen großen Teil der Einlagen, kann ihr gemeinsames Versagen einen größeren Teil des Netzwerks treffen. Bei der Beurteilung der Sicherheit kommt es daher auch auf die Unabhängigkeit und Vielfalt der Betreiber an.


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Was Liquid Staking hinzufügt


Manche Pools geben einen Token aus, der einen Anteil an der gestakten Position repräsentiert. Er wird als Liquid Staking Token oder LST bezeichnet. Das zugrunde liegende ETH bleibt im Staking eingesetzt, während wir den Token in der Wallet zu den Bedingungen der jeweiligen Lösung übertragen oder verkaufen können. Wir halten also einen Token, der an eine Position in einem bestimmten System gebunden ist, dessen Funktionieren auch von Vermittlern und Code abhängt.


Die Belohnung muss sich nicht als separate eingehende Zahlung zeigen. Bei einem Tokentyp wächst die Anzahl in der Wallet, bei einem anderen bleibt die Anzahl gleich und es ändert sich die Menge des zugrunde liegenden Assets, die auf eine Einheit entfällt. Die Dokumentation von Lido beschreibt diesen Unterschied anhand der Token stETH und wstETH. Ein Guthaben ohne sichtbaren Zuwachs an Token bedeutet daher nicht unbedingt, dass keine Belohnungen angerechnet werden.


Liquidität hat jedoch ihre Bedingungen. Der Marktpreis eines LST kann vom Wert des zugrunde liegenden ETH abweichen und ein Verkauf kann einen Abschlag bedeuten. Die Rückgabe von ETH über das Protokoll folgt einem eigenen Verfahren und kann Wartezeit erfordern. Hinzu kommen das Risiko eines Fehlers im Smart Contract, von Änderungen in der Verwaltung des Protokolls und eines Versagens der Betreiber. Das Halten eines LST beseitigt daher die Risiken des Stakings nicht.


Verwenden wir den Token anschließend als Sicherheit für einen Kredit, kommt ein weiterer Finanzvorgang hinzu. Bei ungünstiger Entwicklung kann das Risiko einer Liquidation der Sicherheit entstehen. Eine höhere Summe der Erträge ist bei einer solchen Strategie nicht ohne zusätzliches Risiko und lässt sich nicht allein anhand des resultierenden Prozentsatzes mit einfachem Staking vergleichen.


Wann wir wieder an unsere Mittel kommen


Die Bedingungen für Ein- und Ausstieg gehören ebenso zum Staking wie die Belohnung. Bei einem konkreten Netzwerk oder Dienst prüfen wir die Mindesteinlage, den Zeitpunkt, ab dem Belohnungen anfallen, und das Verfahren zur Beendigung. Bei Ethereum gibt es Mechanismen für die Auszahlung von Belohnungen und für die Beendigung eines Validators. Die Auszahlungsdauer hängt von der Einstellung des Validators und von Warteschlangen ab. Die Möglichkeit, eine Beendigung zu beantragen, bedeutet daher nicht, dass alle ETH sofort in einer normal nutzbaren Wallet ankommen.


Bei einem Pool oder einer verwahrenden Plattform kommt zu den Regeln der Blockchain hinzu, wie der Dienst die Auszahlung abwickelt. Wir klären, ob die geschätzte Frist den gesamten Prozess umfasst, ob während der Wartezeit noch Belohnungen entstehen und was die Auszahlung verlängern kann. Eine regelmäßige Auszahlung von Belohnungen bedeutet zugleich nicht, dass die ursprüngliche Einlage ebenso schnell verfügbar ist.


Bietet ein Anbieter einen schnellen Ausstieg an, müssen wir dessen Mechanismus verstehen. Er kann eine verfügbare Reserve, einen anderen Käufer oder den Verkauf eines Tokens nutzen, der die gestakte Position repräsentiert. Jeder Weg hat eigene Einschränkungen. Bei einem LST ist es zum Beispiel sinnvoll, den Verkaufspreis am Markt mit der Möglichkeit und der Dauer einer Auszahlung über das jeweilige Protokoll zu vergleichen.


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Ausfall und Slashing haben unterschiedliche Folgen


Bei Ethereum kann gewöhnliche Inaktivität entgangene Belohnungen und Strafen für nicht erfüllte Pflichten bedeuten. Ein kurzer Internetausfall allein führt jedoch nicht automatisch zu Slashing. Die Folgen hängen von der Dauer der Inaktivität und vom Zustand des übrigen Netzwerks ab; schwerwiegender können sie vor allem in einer Phase sein, in der das Netzwerk keine Blöcke finalisieren kann. Deshalb kommt es auf die Qualität des Betriebs an, auch wenn die Mittel unter unserer Kontrolle bleiben.


Slashing ist eine schwerere Sanktion für genau definierte Regelverstöße, etwa für das Vorschlagen von mehr als einem Block für denselben Slot oder für bestimmte Verstöße gegen die Abstimmungsregeln. Bei Ethereum führt es zum Verlust eines Teils der Einlage und zur erzwungenen Beendigung des Validators. Die Höhe der Sanktion kann auch davon abhängen, ob im selben Zeitraum eine größere Zahl von Validatoren auf ähnliche Weise versagt. Es geht nicht nur um das Ausbleiben einer künftigen Belohnung.


Ein Verstoß kann auch durch eine fehlerhafte Konfiguration entstehen, nicht nur durch vorsätzlichen Betrug. Für Nutzer eines Dienstes ist daher wesentlich, wer die finanziellen Folgen eines Fehlers des Betreibers trägt und welche Bedingungen für eine mögliche Entschädigung gelten. Eine Bezeichnung wie „Schutz vor Slashing“ erklärt für sich genommen nicht den Umfang der Deckung. Die Bedingungen können die Art des Ereignisses, den Betrag und die Form der Entschädigung einschränken.


Verleihen hat eine andere Ertragsquelle


Beim Verleihen stellen wir Kryptowährungen Kreditnehmern zur Verfügung, und der Ertrag entsteht vor allem aus den Zinsen, die diese dafür zahlen. In Aave v3 beispielsweise zahlen Liquiditätsgeber Assets in einen Pool ein, und die Zinsen, die sie erhalten, stammen aus den Zinsen der Kreditnehmer nach Abzug eines für das Protokoll bestimmten Anteils. Der Satz wird von der Auslastung der verfügbaren Mittel beeinflusst. Eine Einlage in ein solches Produkt ist keine Teilnahme am Konsens der Blockchain.


Bei einem zentralisierten Verleihdienst kommt es darauf an, an wen er verleiht und unter welchen Bedingungen er für seine Verpflichtungen einsteht. Bei einem dezentralen Protokoll beurteilen wir außerdem Smart Contracts, Preisquellen und die Besicherung der Kredite. Auch eine Besicherung beseitigt das Risiko nicht: Ihr Wert oder ihre Liquidität kann sinken, und fehlerhafte Daten können die Funktionsweise des Systems stören.


Die grundlegenden Unterschiede lassen sich nach Zweck und Ertragsquelle vergleichen.


Zweck der Mittel

Staking im PoS-Netzwerk: Beteiligung an der Absicherung und am Konsens des Netzwerks
Verleihen von Kryptowährungen: Bereitstellung von Assets für Kreditnehmer


Grundlage des Ertrags

Staking im PoS-Netzwerk: Belohnungen des Protokolls und mögliche weitere Einnahmen des Validators
Verleihen von Kryptowährungen: Von Kreditnehmern gezahlte Zinsen


Spezifische Risiken

Staking im PoS-Netzwerk: Betrieb des Validators und Sanktionen je nach Netzwerk
Verleihen von Kryptowährungen: Zahlungsausfall und unzureichende Besicherung


Verfügbarkeit der Mittel

Staking im PoS-Netzwerk: Regeln des Netzwerks und gegebenenfalls des Dienstes
Verleihen von Kryptowährungen: Produktbedingungen und verfügbare Liquidität


Die Tabelle zeigt den grundlegenden Mechanismus. Bei Nutzung eines Vermittlers oder von Smart Contracts kommen bei beiden Varianten auch die damit verbundenen Risiken hinzu. Auch das Verleihen muss keine sofortige Auszahlung ermöglichen. Die Dokumentation von Aave knüpft die Auszahlung beispielsweise an ausreichend nicht verliehene Liquidität; sichert die Einlage zugleich einen eigenen Kredit ab, wird die Auszahlung auch durch die erforderliche Besicherung dieser Position begrenzt.


Eine Hilfe ist es, direkt die Quelle der angebotenen Belohnung zu verfolgen. Bitcoin nutzt Mining, nicht natives Proof of Stake. Ein Ertragsangebot auf BTC erfordert daher die Erklärung eines anderen Mechanismus, etwa des Verleihens oder der Nutzung eines weiteren Protokolls. Ebenso kann die bloße Einzahlung eines Stablecoins in ein Ertragsprodukt nicht als Belohnung für die Validierung von Ethereum gelten. Entscheidend ist die tatsächliche Verwendung der Mittel.


Wie man ein konkretes Angebot beurteilt


Vor der Beteiligung müssen wir einige zusammenhängende Fragen klären:

  • – Welches Netzwerk sichern die Mittel ab und woher wird die Belohnung gezahlt?
  • – Wer kontrolliert die Schlüssel, betreibt den Validator und haftet für mögliche Verluste?
  • – Ist der Satz brutto oder netto und welche Annahmen beinhaltet APR bzw. APY?
  • – Wie funktioniert die Beendigung und wann lässt sich die ursprüngliche Einlage tatsächlich nutzen?
  • – Übernehmen wir nur die Risiken des Stakings oder auch die Risiken eines Tokens, eines Kredits oder eines weiteren Protokolls?


Die Antworten ermöglichen es uns, gleiche Bedingungen zu vergleichen. Ein höherer angegebener Prozentsatz kann auf einem anderen Asset, einer vorübergehenden Förderung, einer längeren Auszahlungsbeschränkung oder einer komplexeren Strategie beruhen. Solange wir die Ertragsquelle und die Art des Ausstiegs nicht verstehen, haben wir nicht genug Informationen für einen sinnvollen Vergleich.


Fazit


Staking verknüpft Belohnungen mit der Beteiligung am Betrieb und an der Absicherung des Netzwerks. Das Protokoll belohnt Validatoren für die Erfüllung konkreter Pflichten und legt zugleich Regeln für Einstieg, Beendigung und mögliche Sanktionen fest. Bei einem Dienst oder Pool kommt es zudem darauf an, wer die Mittel kontrolliert und wie Belohnungen und Risiken an die Teilnehmer weitergegeben werden.


Bei der Beurteilung des Ergebnisses müssen wir zwischen der Anzahl der erhaltenen Coins, dem Wachstum ihres Gesamtangebots und ihrem Marktpreis unterscheiden. Der angegebene Satz bildet nur einen Teil dieses Bildes ab. Belohnungen können auch dann hinzukommen, wenn der Wert der gesamten Position in CZK sinkt.


Das Verleihen von Kryptowährungen beruht auf einer anderen wirtschaftlichen Grundlage, da der Ertrag aus den von Kreditnehmern gezahlten Zinsen stammt. Angebote für Staking und Verleihen vergleichen wir daher anhand der tatsächlichen Verwendung der Mittel, der Kosten und der Verfügbarkeit von Auszahlungen. Erst wenn wir den Mechanismus und seine Risiken verstehen, ist es sinnvoll, den angebotenen Prozentsatz zu bewerten.


Dieser Text dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Kryptoassets sind volatil und Sie können den gesamten investierten Betrag verlieren.

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Author

Tomáš Bára

Tomáš Bára
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