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September 1, 2026

Die Sberbank schätzt das Volumen des regulierten Kryptohandels nach den neuen russischen Vorschriften auf 46 Milliarden US-Dollar

Russland bereitet die Einführung eines regulierten Rahmens für den Handel mit Kryptowährungen vor, und die Sberbank schätzt, dass das Handelsvolumen an regulierten Börsen im ersten Jahr bis zu 46 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Schätzungen zufolge könnten nur etwa 20 % des derzeit geschätzten Kryptowährungs-Transaktionsvolumens des Landes auf regulierte Börsen verlagert werden, was darauf hindeutet, dass das neue System eher einen Teil der bestehenden Aktivitäten formalisieren wird, als einen völlig neuen Markt zu schaffen.


46 Milliarden US-Dollar Handelsvolumen im ersten Jahr


Laut Anatoly Popov, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Sberbank, könnte das geschätzte regulierte Kryptowährungshandelsvolumen in Russland im ersten Jahr des neuen Rahmens etwa 3,5 Billionen bis 4 Billionen Rubel, also rund 41 bis 46 Milliarden US-Dollar, erreichen. Die Schätzung wurde von SberCIB Investment Research erstellt und geht davon aus, dass etwa 20 % der bestehenden Kryptowährungsaktivitäten des Landes schrittweise auf regulierte Börsen verlagert werden.


Die Prognose basiert auf Schätzungen des russischen Finanzministeriums, wonach Kryptowährungstransaktionen im Land derzeit etwa 50 Milliarden Rubel pro Tag erreichen, was einem Jahresvolumen von rund 18 Billionen Rubel entspricht. Das bedeutet, dass die prognostizierten 46 Milliarden US-Dollar im regulierten Handel nur etwa ein Fünftel des geschätzten aktuellen Marktes ausmachen würden und nicht das Gesamtvolumen der Kryptowährungsaktivitäten in Russland darstellen. Die Sberbank geht davon aus, dass der regulierte Anteil mit der Weiterentwicklung des Marktes weiter steigen wird und bis 2028 möglicherweise 4,75 Billionen bis 5,25 Billionen RUB sowie bis 2029 etwa 7,5 Billionen RUB (rund 87 Milliarden US-Dollar) erreichen könnte.


Ein regulierter Markt ab September


Der neue Rechtsrahmen für Kryptowährungen tritt am 1. September in Kraft und führt eine regulierte Infrastruktur für den Handel und das Halten digitaler Vermögenswerte ein. Sowohl qualifizierte als auch nicht qualifizierte Anleger werden über regulierte Vermittler wie Broker, Börsen und Vermögensverwalter sowie über regulierte Kryptobörsen Zugang zu Kryptowährungen erhalten. Digitale Verwahrstellen werden ebenfalls Teil des Systems sein und Eigentumsrechte an Krypto-Vermögenswerten in einer Struktur erfassen, die den traditionellen Wertpapierverwahrstellen ähnelt.


Privatanleger ohne qualifizierten Status werden zusätzlichen Einschränkungen unterliegen. Sie müssen einen Anlegertest absolvieren und sind in der Regel auf den Kauf der liquidesten Kryptowährungen beschränkt, wobei die jährlichen Kaufbeträge gemäß den geltenden Vorschriften bei jedem Vermittler auf 300.000 RUB begrenzt sind. Bitcoin, Ethereum und USDT wurden bereits in den Kreis der für den öffentlichen Börsenhandel verfügbaren Vermögenswerte aufgenommen. Qualifizierte Anleger müssen ebenfalls einen Test bestehen, können jedoch eine breitere Palette von Kryptowährungen erwerben und unterliegen nicht der für nicht qualifizierte Anleger geltenden jährlichen Kaufobergrenze von 300.000 RUB.


Finanzinstitute bereiten sich auf den neuen Rechtsrahmen vor


Die regulatorischen Änderungen veranlassen auch traditionelle Finanzinstitute dazu, die Infrastruktur für den Handel mit Kryptowährungen, deren Verwahrung und damit verbundene Dienstleistungen vorzubereiten. Die Sberbank plant, nach Inkrafttreten des neuen Regelwerks eine Kryptowährungs-Wallet in ihre bestehenden Anwendungen zu integrieren und eine Verwahrstelle für digitale Vermögenswerte einzurichten. Die Bank hat bereits zuvor Produkte eingeführt, die an Bitcoin und Ethereum gekoppelt sind und für qualifizierte Anleger bestimmt sind. Damit liefert sie ein Beispiel dafür, wie regulierte Finanzinstitute damit beginnen können, digitale Vermögenswerte mit der bestehenden Anlageinfrastruktur zu verknüpfen.


Die Bank hat zudem die Möglichkeit von Krediten erörtert, die durch Bitcoin, Ethereum und USDT besichert sind, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung und der geltenden Anlegeranforderungen. Sollten solche Produkte eingeführt werden, würden sie eine weitere Verbindung zwischen Kryptowährungsmärkten und traditionellen Finanzdienstleistungen darstellen. Ihre Entwicklung würde zudem verdeutlichen, wie der regulatorische Rahmen nicht nur den Handel an Börsen, sondern auch die Verwahrung, die Kreditvergabe und andere Finanzaktivitäten im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten beeinflussen könnte.


Der Großteil der Krypto-Aktivitäten dürfte weiterhin außerhalb der Börsen stattfinden


Trotz des Umfangs der Prognose geht die Sberbank davon aus, dass regulierte Börsen in der Anfangsphase nur einen geringen Teil der gesamten Kryptowährungsaktivitäten in Russland ausmachen werden. Professionelle Marktteilnehmer haben bis Juli 2027 Zeit, die erforderlichen Lizenzen zu erwerben, während ein Großteil des bestehenden Marktes möglicherweise weiterhin über alternative Handelskanäle operieren wird. Die prognostizierten 46 Milliarden US-Dollar sollten daher als Schätzung für das regulierte Segment betrachtet werden, das etwa 20 % des derzeit geschätzten russischen Kryptomarktes ausmacht, und nicht als Maßstab für die gesamte Kryptowährungsaktivität des Landes.


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Tomáš Bára

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